Über 230 Delegierte und Gäste besuchten die 132. Delegiertenversammlung des KMU- und Gewerbeverbandes Kanton Luzern (KGL) in Schötz, wo Wahlen im Zentrum standen: Mit der Unternehmerin Chantal Brauchli präsidiert neu erstmals seit der Gründung 1894 eine Frau den KGL. In den Vorstand gewählt wurde zudem Philipp Berger. Der langjährige Präsident Peter With und Vorstandsmitglied Roland Küng wurden nach ihren Rücktritten zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Erhöhung des Mitgliederbeitrags um 10 Franken ab 2027 stimmten die Delegierten grossmehrheitlich und diskussionslos zu.

 

Am Mittwochabend trafen sich in der Sportanalage Hofmatt in Schötz 186 Delegierte und 50 Gäste zur Delegiertenversammlung des KGL. Die DV stand nach den Rücktritten von Peter With und Roland Küng ganz im Zeichen der Ersatzwahlen für die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder. Nach den würdevollen Ehrungen ernannte die Versammlung Peter With und Roland Küng einstimmig und unter anhaltendem Applaus zu Ehrenmitgliedern.

Als neue Vorstandsmitglieder wurden den Delegierten Chantal Brauchli als Präsidentin und Philipp Berger als Mitglied zur Wahl empfohlen. Einstimmig folgten die KGL-Delegierten den Wahlvorschlägen und wählten die beiden Kandidierenden mit viel Applaus in den KGL-Vorstand. Chantal Brauchli (35) aus Luzern ist Inhaberin und Geschäftsführerin des Schreinerei-/Holzbau-Unternehmens Brauchli AG in Luzern. War die Amtszeit von Peter With seit 2018 als erster SVP-Vertreter im KGL-Präsidium bereits historisch, ist es die Wahl von Chantal Brauchli ebenso: Sie ist die erste Frau in der 132-jährigen Verbandshistorie. FDP-Grossstadträtin Brauchli ist politisch und gesellschaftlich in Vorständen und Kommissionen engagiert und breit vernetzt. Philipp Berger (54) aus Luzern ist Architekt FH und diplomierter Bauleiter. Er ist in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat der bf architekten sursee ag und Mitglied der SVP Nottwil.

Zu einem weiteren Abschied wird es Mitte Jahr kommen: Prüfungsleiter Roger Maurer verlässt den KGL auf eigenen Wunsch per Ende Juli, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Als amtierender Prüfungsleiter des Kantons Luzern wird er das Qualifikationsverfahren 2026 in bewährter Manier und Qualität durchführen, bevor er als stellvertretender Leiter ins Amt für Berufsbildung des Kantons Zug wechselt. Roger Maurer fungiert seit 2019 als Prüfungsleiter.

Die Nachfolge ist nach einem dreistufigen Ausschreibungsverfahren bereits sichergestellt worden: Martin Dahinden wird am 1. August die Funktionen als Prüfungsleiter Kanton Luzern und Leiter des Kompetenzzentrums Qualifikationsverfahren (KQV) beim KGL übernehmen. Der 55-Jährige ist mit dem Berufsbildungssystem und den kantonalen Abläufen bestens vertraut. Seit 2006 amtiert er als Chefexperte QV Detailhandel (Sport). Dahinden arbeitet als Market Manager Switzerland für den E-Bike-Hersteller myStromer AG, zuvor war er in diversen leitenden Positionen in und um die Sportbranche und den Detailhandel tätig. Martin Dahinden wohnt mit seiner Familie in Eschenbach.

Für die Luzerner Regierung machte sich Regierungsrat und Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements Fabian Peter in seinem Grusswort für die Weiterentwicklung der Standortförderung stark und zeigte auf, dass auch die Luzerner KMU-Wirtschaft explizit von dem breitgefächerten Massnahmepaket profitiert. Als Hauptreferent zeigte Prof. Dr. Christoph Schaltegger, Direktor des Forschungsinstituts für Schweizer Wirtschaftspolitik IWP der Universität Luzern, in seinem Referat den grossen staatlichen Fussabdruck auf und plädiert für Korrekturen.

Im geschäftlichen Teil genehmigten die Delegierten die Mitgliederbeitragserhöhung um 10 Franken ab 2027, den Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung 2025. Auch der Voranschlag 2026 führte zu keinerlei Diskussionsbedarf. Abschliessend verpflegten sich die Delegierten und Gäste beim gemütlichen Apéro riche. Die KGL-Delegiertenversammlung wurden vom lokalen OK des Gewerbevereins Schötz unter Präsident André Portmann tadellos organisiert.

Foto und  Text: KGL